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Donnerstag, 10. Juni 2021

Eine Rezension schreiben ja gern, aber...

Bitte man Leser um Rezensionen oder Bewertungen, kommt zunächst ja gern und dann das große ABER. Kaum jemand weiß heute noch, wie man eine Rezension schreibt. Seien wir ehrlich, die meisten sind langweilig und des Lesens nicht wert. Gerade bei Büchern finde ich es absolut zeitraubend, wenn in einer Rezension der gesamte Inhalt des Buches noch einmal abgehandelt wird. Warum soll ich das Buch dann noch lesen?

Darf man Rezensionen vertrauen

Inzwischen bin ich der Meinung, gerade bei Büchern, dass man den meisten Rezensionen sowieso nicht trauen darf. Nachdem ich in einem Workshop lernte, dass man sowohl positive als auch negative Bewertungen kaufen kann, bin ich äußerst kritisch geworden und mache mir lieber mein eigenes Bild. Das gelingt gut, wenn man den Blick ins Buch nutzt und kurz hineinliest. Das Cover ist für mich zweitrangig. Damit fahre ich in der Regel gut. Das Rezensionen das Ranking bei Amazon beeinflussen, dürfte inzwischen bekannt sein und so greifen gerade Verlage so ab und zu in die Trickkiste. Sie kaufen negative Bewertungen für die Konkurrenz. Damit sinkt das negativ bewertete Buch nach unten und wird weniger gekauft, so die Theorie. In der Praxis sieht das jedoch ganz anders aus. 

Eigene Erfahrung ist Goldes wert

Ich war im letzten Jahr nach der Veröffentlichung meines Kinderbuchs "Der Krampus kommt" etwas ratlos, als plötzlich Ein- und Zweisterne-Bewertungen auftauchten, aber keine Rezensionen zu lesen waren. Also befragte ich einen Amazon-Experten. Dieser gratulierte mir und sagte, dass das jedem passiert, der erfolgreich ist mit einem Buch. Das Buch war und ist erfolgreich, das war richtig. Doch welche Konkurrenz war gemeint? Am Ranking bei Amazon konnte man bei der Suche schnell ablesen, dass mein Buch vorn lag, wenn ein Krampus-Buch gesucht wurde. Ein Verlag, der zeitgleich ein Kinderbuch zum gleichen Thema herausgab, lag weit hinter mir. Mit den negativen Bewertungen nun rutschte mein Buch nach unten. Die Rechnung ging nur nicht auf, denn mein Buch verkaufte sich trotzdem gut. Es war schon lustig mit anzusehen, wie innerhalb kürzester Zeit mehr als 40 Bewertungen für das Buch der Konkurrenz zusammenkamen. Gekauft? Und dann kamen die ersten enttäuschten Leser, die die Bewertungen gelesen und deshalb gekauft hatten und nun enttäuscht waren.
 

Der Unterschied machts

Ich muss zugeben, dass ich mein Buchmarketing meist vernachlässige, weil mir einfach die Zeit fehlt. Meine Tantiemen können sich trotzdem sehen lassen und hängen nicht vom Ranking bei Amazon ab. So war es auch in diesem Fall so, dass mir meine Leser gesagt haben, dass die Illustrationen in meinem Buch kindgerechter sind und auch die Geschichte pädagogisch wertvoll ist, ohne den Finger zu heben. Ich fühle mich inzwischen geehrt, dass man eine schlechte Bewertung für meine Bücher abgegeben hat, um besser verkaufen zu können. Wem es nur um das Geld geht, der muss das wohl tun. Geblieben ist bei mir, dass ich jede Rezension kritisch beäuge und mich über jede ehrlich Gemeinte freue. Manche Kritik kann dem Autor sogar behilflich sein. Als Dozentin für E-Commerce, weiß ich, dass gerade die extrem unterschiedlichen Bewertungen, also 1 Stern und 5 Sterne, ein Buch erst richtig interessant machen. In so einem Fall wollen Leser häufig wissen, was dran ist an der Bewertung. Das kann nur gut sein oder?
 

Wie schreibt man nun eine Rezension?

Eigentlich, auch wenn man es in der Schule anders lernt, ist eine Rezension ganz einfach zu schreiben. Es braucht:
  • einen Titel oder eine Überschrift
  • eine kleine Beschreibung der Hauptfiguren und wie sie gefallen haben
  • ob das Buch spannend ist und wenn ja, warum und falls nein, auch warum
  • konstruktive Kritik, aber auch Lob
  • am Schluss eine Lese- oder Nichtleseempfehlung
  • eventuell einen Hinweis für wen und welche Situationen sich das Buch eignet.

Fertig ist die Rezension und der Autor freut sich!