Wollen Sie mehr wissen?

Wollen Sie mehr wissen?
Wollen Sie mehr wissen? Dann klicken Sie auf das Bild.

Mittwoch, 28. April 2021

Wie finde ich den Buchtitel für mein Buch?

Das Baby ist auf der Welt. Doch wie soll es nun heißen. Eine heikle Frage nicht nur, wenn es um einen kleinen Menschen geht. Schließlich geht auch ein Buch bis an sein Lebensende mit dem gewählten Titel durch die Welt. Dabei ist es völlig egal, ob der Autor oder die Autorin den Buchtitel schon im Kopf hat, bevor man beginnt zu schreiben oder zunächst nur mit einem Arbeitstitel gearbeitet wird. Das Buch braucht einen Titel. Gleich vorweg, die ultimative Anleitung, um einen Buchtitel zu finden, gibt es nicht. Aber es gibt Möglichkeiten.

Gibt es den perfekten Buchtitel ?

Ob es sich um den perfekten Buchtitel handelt, wird wohl von jedem Leser subjektiv empfunden. Doch es gibt Buchtitel, die bekommt man einfach nicht mehr aus dem Kopf, weil er:

  1. prägnant und damit einprägsam ist
  2. zum gewählten Genre passt
  3. einfach ist, sich aber trotzdem wohltuend von anderen abhebt
  4. nicht sofort verrät, um was sich die Geschichte eigentlich dreht
  5. ein Bild erzeugt und Emotionen weckt
  6. Lust darauf macht, mehr zu erfahren.

Gibt es einen Schutz für Buchtitel?

Ein Buchtitel ist immer auch geschützt, sobald er veröffentlicht ist. Man kann ihn aber auch schon vorher schützen lassen. Das ist eine kostenpflichtige Variante. Die kostenlose Variante besteht beispielsweise darin, den Titel schon vorab in den sozialen Medien wie Instagram und Facebook zu präsentieren. So kann nachgewiesen werden, dass der Titel zu einem bestimmten Datum schon belegt war.

Doch bevor es so weit ist, muss man selbst prüfen, ob der gewählte Titel nicht schon vergeben ist. Erste Anlaufpunkte sind:

Ist der gewählte Titel frei, kann man ihn benutzen und um ganz sicher zugehen, den Buchtitel auch schützen lassen. Der Schutz wird für sechs Monate gewährt, was für manche Projekte viel zu wenig Zeit ist. Deshalb wähle ich immer die Variante mit den sozialen Medien. 

Ein Wort genügt 

Man glaubt es nicht, aber es ist so. Manchmal reicht tatsächlich ein einziges Wort, um ein Buch erfolgreich zu machen. Beispiele gibt es dafür einige:

In der Regel hat der Buchtitel dann einen Untertitel, aber eben nicht immer. Bei so prägnanten Titel hat jeder eine Ahnung, um was es eigentlich geht. 

Der Titel verrät, worum es geht

Das ist eine einfache Variante und trotzdem ist der Buchtitel auch hier schwer zu finden. Doch die Neugierde des Lesers wird geweckt. Der Beispiele gibt es viele.

Ein Buchtitel, der verwirrt 

Ja, es gibt sie, die Buchtitel, die man liest und dann denkt, was will mir der Autor damit sagen. Die Buchtitel, bei denen man einfach stutzt und dann wissen will, was steckt dahinter. Mir ist das gleich zweimal gelungen. Bis heute weiß keiner meiner Leser auf Anhieb, was hinter den Romanen "Klar zum Ankern" und "Reise in ein unbekanntes Land" tatsächlich steckt. Inzwischen verraten es zwar die Rezensionen, aber ohne sie liegen alle daneben. Beim Roman "Klar zum Ankern" glauben viele, es handle sich um eine Liebesgeschichte. Der Roman "Reise in ein unbekanntes Land" hört sich nach einem Reisebuch an. Voll daneben! Bei beiden Büchern habe ich mit Metaphern gearbeitet, die ich in einem Blogartikel auch schon erklärt habe.

Die Hauptfigur als Buchtitel

Diese Variante ist zu Beginn einer Veröffentlichung vielleicht keine gute Idee. Doch wenn sich das Buch dann gut verkauft oder es sich um eine Buchreihe handelt, lässt sich der gewählte Titel gut merken. Ganz prominente Beispiele sind:

Bilder im Kopf malen 

Gerade für Liebesromane, aber nicht nur ist es wichtig, ein Bild im Kopf des potenziellen Lesers entstehen zu lassen. Das Ganze nicht erst beim Lesen des Buches, sondern bereits beim Titel des Buches. Buchtitel, die mir in Erinnerung geblieben sind, sind die Folgenden:

Alle diese Titel sind kurz und prägnant. Es entstehen Bilder im Kopf und es werden Emotionen geweckt.  

Was es sonst noch gibt

Ich arbeite in der Regel mit Metaphern, male Bilder in Köpfe, verwende Reizworte oder verrate, um was es sich in der Geschichte handelt. Natürlich ist auch die Verwendung von englischen Begriffen möglich. Als deutsche Autorin bin ich allerdings mit der deutschen Sprache verhaftet. Zusammengesetzte Substantive sind ebenso möglich wie Adjektive, die reizen. (blutig, böse, gefährlich) Und wer jetzt immer noch keine Idee für einen Buchtitel hat, dem sei das Buch "Buch schreiben lernen" von Arthur Beringstein empfohlen. Ich habe übrigens für einen meiner Buchtitel sieben Jahre gebraucht, bis er gefunden war.


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen