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Sonntag, 3. Februar 2019

Rezension zu "André" von Marc Schumacher


In einem Rutsch durchgelesen. Vielleicht, weil mir das Thema Borderline und die Folgen für andere Menschen nicht fremd ist. Vielleicht aber auch, weil der Autor eine interessante Wahrnehmung hat und sie gut in Worte fassen kann.

Das Cover zeigt einen leicht verschwommenen Blick auf eine größere Stadt. Manchmal ist der Blick tatsächlich nicht klar, sondern eher verzerrt. André, der junge Held in dieser Novelle, findet sich von jetzt auf gleich in der Psychiatrie wieder. Auslöser ist seine an Borderline erkrankte Freundin. Doch er sucht die Ursache bei sich selbst. Sein Leben ist sprichwörtlich aus den Fugen geraten. Die Psychiatrie kann ihm nicht helfen. Sie ist eher ein Verwahrort als ein der-Weg-ins-Leben-zurück-Ort. So sucht André eine Alternative und findet sie in seinem Zimmergenossen, der ihm ein guter Gesprächspartner ist. Doch letztendlich führt ihn sein Weg wieder zurück in die Psychiatrie, die ihm nicht helfen kann. Doch nun beginnt er sich selbst zu helfen und hinterfragt Werte, Traditionen, die Gesellschaft und seine Glaubenssätze. Er übt Kritik am Umgang mit den Menschen und schlussfolgert richtig, dass manchmal erst etwas sterben muss, bevor etwas Neues beginnen kann. Das Leben ist ein Fluss, wer will da widersprechen.

Dieses kleine Büchlein, gerade einmal 100 Seiten lang, regt zum Nachdenken an und revidiert die Meinung vieler über Patienten der Psychiatrie. Letztendlich kann es jeden treffen, zumindest jeden, der nicht auf sich aufpasst!



Eine weitere Lektüre zum Thema Borderline und die Auswirkungen auf andere Menschen findet sich in diesem Buch: 


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