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Donnerstag, 15. November 2018

Rezension: Die Asylentscheiderin - Maria Braig


Titel/Cover:
Ein verblasst wirkender Hintergrund oder eine Stadt im Nebel. Man könnte das Interpretieren, als die Zukunft liegt im Nebel, denn davor steht ein Wegweiser. Dieser zeigt die Zukunft von Flüchtlingen auf. In die eine Richtung geht es ins Asyl. Die andere Richtung bedeutet Abschiebung. Passend zum Buch.

Klappentext:
Bereits im Klappentext lässt sich der Zwiespalt erahnen, in den Jule immer mehr rutscht. Man erwartet die konstruktive Auseinandersetzung mit dem Flüchtlingsthema und die bekommt der Leser.

Schreibstil:
Der Schreibstil ist flüssig, trotz der Schwere des Themas. Viele werden sich selbst und ihre Meinung zum Thema in diesem Buch wiederfinden. Die Vorstellung zum Beispiel, dass wir als Westeuropäer über das Schicksal von anderen Menschen entscheiden dürfen. Sogar dann, wenn wir die Verhältnisse in den jeweiligen Herkunftsländern gar nicht persönlich kennen, sondern nur aus den Medien. Auch die Vorstellung, dass es gute und schlechte Flüchtlinge gibt, gerät mit diesem Buch ins Wanken. Ist es besser im Heimatland zu verhungern oder von Bomben zerfetzt zu werden. Wem gebührt Schutz und wem nicht? Ein Mensch der zumindest versucht seinem Gewissen zu folgen, wird unweigerlich ins Trudeln geraten und genauso ergeht es Jule. Andere stumpfen ab und halten sich mit der Ausrede über Wasser, dass es ja nicht sie sind die entscheiden, es ist das Gesetz. Sie wollen keine Verantwortung übernehmen. Ja und dann gibt es da noch Cochise, die die Flüchtlingsproblematik aus einer ganz anderen menschlichen Sicht sieht. Es ist ein Buch, dass wachrütteln kann, wenn man sich mit dem Thema wirklich auseinandersetzen will. Alle anderen sollten lieber weiterschlafen.

Fazit:
Auch wenn ich das Flüchtlingsthema aus der Sicht von Cochise sehe, hat es mich doch an den einen oder anderen Umstand noch einmal erinnert. Besonders aber daran, wie wichtig es heute ist Mensch zu bleiben, seinem Gewissen zu folgen und menschlich zu bleiben. Gesetze sollten den Menschen dienen, aber die wenigsten tun es heutzutage wirklich. 



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