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Samstag, 6. Oktober 2018

Lächeln to go

Mit einem Lächeln im Gesicht sitzt Louise in ihrem Auto. Sie fährt nach Hause. Ihr Urlaub ist vorbei. Ihre Gedanken sind jedoch immer noch an dem Ort, von dem sie ihr Lächeln mitnahm. Wie konnte ihr das nur passieren? In ihrem Alter?

Die Gedanken kehren zurück an jenen Morgen, als sie aus dem Fenster sah und vor dem gegenüberliegenden Grundstück einen orangefarbenen Kleinlaster stehen sieht. 'Oh, es beginnen Bauarbeiten. Das wird wohl laut', hatte sie gedacht. Doch es hat keine Bauarbeiten gegeben. Stattdessen bemerkt sie, dass in dieses Haus offenbar ein Mann ihres Alters mit einem kleinen Jungen eingezogen ist. Am Abend, wenn sie vor ihrem kleinen Haus sitzt, sieht sie den beiden beim Spielen zu. Ausgelassen tollen die zwei durch den Garten. So vergehen die Urlaubstage. Am Tag ist sie unterwegs und am Abend sitzt sie vor dem Haus.

Dann fliegt plötzlich ein Ball zu ihr herüber und schon ist sie in das Spiel mit einbezogen. Doch es ist ihr letzter Abend vor der Abreise. Sie bemerkt die fragenden Blicke des ihr unbekannten Mannes und weicht diesen Blicken aus. Bloß keinen Urlaubsflirt. Doch sie wird nervös. Ihr gefällt, was sie sieht und ihm wohl auch. Doch nach einem kurzen Gespräch am Ende des Spiels verabschiedet sie sich und geht in ihr Haus zurück. Aus den Augenwinkeln sieht sie, dass die beiden zum Abendessen in die Stadt fahren.

Sie sitzt nachdenklich in ihrem Lehnstuhl. 'Was tun? Morgen in der früh reise ich ab.' Sie steht auf und geht unruhig in der Küche auf und ab. Dann fasst sie einen Entschluss. Rasch setzt sie sich an den Tisch auf der Terrasse, zieht ihren stets griffbereiten Notizblock zu sich heran und beginnt zu schreiben. Dann faltet sie das Blatt, geht hinüber zum Haus und legt es vor die Eingangstür. Damit es nicht wegfliegen kann, legt sie einen Stein darauf. Dann geht sie schlafen. Komme, was wolle.

Am nächsten Morgen ist es noch dunkel, als sie aufsteht und ihre Sachen packt. Ein schneller Blick zum Haus gegenüber bestätigt, alles liegt noch im Dunklen. Als sie die Tür öffnet, um zum Auto zu gehen, stolpert sie über einen Stein. Sie schaut hinunter und da liegt doch tatsächlich ein Brief unter dem Stein. Sie hebt ihn auf und liest. Ein Lächeln macht sich breit. Am liebsten wäre sie vor Freude in die Luft gesprungen. Doch alle im Dorf schlafen noch.

Nun sitzt sie also im Auto und fährt Richtung Norden. Sie ist verwirrt und kann nicht glauben, was ihr passiert ist. Da hört sie den SMS-Ton im Handy. Sie fährt auf den nächsten Parkplatz und schaut auf ihr Handy. Ihr Gesicht strahlt plötzlich, denn sie liest: "Ich habe dich heute in der früh gesehen. Du bist sehr charmant, doch ich wollte dich nicht stören. Eine gute Reise und melde dich, wenn du daheim bist."



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