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Montag, 1. Oktober 2018

Erich Fromm "Haben oder Sein" - meine eindeutige Entscheidung "Sein"

Ich befinde mich an einem meiner Schauplätze für meinen neuen Roman "Das Versprechen der Hugenottin". Mich umgeben, eine faszinierende Natur und offene, ehrliche Menschen. Mein persönliches Paradies.

Vor diesem Aufenthalt habe ich ein Buch geschenkt bekommen, Titel "Haben oder Sein" von Erich Fromm. Es erzeugt in mir wertvolle Gedanken und ein tiefes Verständnis für mich. Ich bin begeistert, denn ich lebe im Sein.

Im Kindergarten und in der Schule oft deswegen ausgegrenzt, ist es mir heute völlig egal, was Andere über mich denken. Ich bin mit mir und meinem Leben mehr als zufrieden, ich bin glücklich.

Das Haben hatte bei mir nie eine Chance. Genau an diesem kleinen aber feinen Unterschied ist meine Ehe zerbrochen. Inzwischen weiß ich, dass jene die vor mir da waren und meine Großmutter ein wichtiger Meilenstein für mich waren. Der Rest ist Entwicklung und die richtigen Menschen in meinem sozialen Umfeld. Lange Jahre habe ich versucht, so zu sein wie die Anderen und fühlte mich unwohl dabei. 2005 war das nicht mehr möglich. Ich musste mich entscheiden und habe mich für das Sein und damit für meine Enkeltochter Leonie entschieden. Die Konzequenz Willkür und Repressalien durch deutsche Gerichte und Jugendämter, trug und trage ich leicht. Aber nicht alle waren/sind so. Ich traf/treffe auch auf Menschen mit Herz und Verstand.

Mit dieser Entscheidung entfesselte sich eine Kraft in mir, die bis zum heutigen Tag bestand hat und weiter wächst. Mein Leben änderte sich vollständig und ich bin glücklich. Daran wird niemand mehr etwas ändern können. Kein Horch und Guck (nachweisbar durch Fotos, Dokumente und Zeugenaussagen) und auch keine frei erfundenen Straftaten oder Unterlassungsklagen, die mich finanziell schädigen sollen. So gut behütet werde ich nie wieder sein. Und was die Finanzen angeht, werden sich meine Erben, die nicht in Deutschland leben, damit auseinandersetzen. Sie bekommen eine Liste mit Namen und Adresse von Personen, gegenüber denen ich Schadenersatzansprüche habe. Vielleicht ein etwas außergewöhnliches Erbe, aber ein Erbe.  Da Menschen wie ich oft in die Psychiatrieecke geschoben werden, hier noch der Hinweis, dass es ein Gutachten von einem in Deutschland hochrangigen und von Gerichten und Jugendämtern sehr geschätzten Psychiater gibt, welches mir bescheinigt, dass ich völlig normal bin. Wusste ich allerdings auch ohne seine Expertise.

Es ist eben ein Unterschied, ob man Autorität hat oder eine Autorität ist. Rationale Autorität fördert das Wachstum des Menschen, der sich ihr anvertraut, und beruht auf Kompetenz. Das höre ich von meinen Schülern immer wieder. Ich vermittle Inhalte, kein stures Gedankenkorsett. So werden ihre eigenen Denkprozesse angeregt, neue Fragen, Ideen und Perspektiven tauchen auf. Er nimmt nicht nur Wissen auf, sondern es findet ein reger Gedankenaustausch statt, von dem auch ich profitiere. Diese Art des Lernens ist nur möglich, wenn der Vortrag auch anregendes Material bietet. Auf leeres Gerede sollte man besser nicht reagieren, sondern sich auf seine eigenen Gedanken konzentrieren. Leider an den Schulen viel zu häufig anzutreffen. Einer meiner Schüler, den ich 8 Tage lang in Rechnungswesen unterrichtete, sagte mir am Ende "Wow, wir haben in der kurzen Zeit den Stoff des ganzen Schuljahres geschafft und es hat mir Spaß gemacht, von Ihnen zu lernen." Er war in Rechnungswesen durch die Prüfung gefallen und war am Ende fehlerlos, weil er den Inhalt verstanden hatte und nicht stumpfsinnig auswendig lernen musste. Und so stellt Fromm zu recht fest: "Wenn die Autorität die richtige Uniform trägt oder mit dem entsprechenden Titel ausgestattet ist, dann ersetzen diese äußeren Zeichen die reale Kompetenz und die Qualitäten, auf denen diese beruht." Jeder wird die Geschichte vom Kaiser und seinen neuen Kleidern kennen. Wie heißt es darin so schön? Selbst wenn der Kaiser nackt ist, glaubt jeder, dass er schöne Kleider trägt.

Bei Fromm heißt es weiter: "Dass die Menschen Uniformen und Titel für kompetenzverleihende Qualitäten halten, geschieht nicht ganz von allein. Die Inhaber der Autorität und jene, die Nutzen daraus ziehen, müssen die Menschen von dieser Fiktion überzeugen und ihr realistisches, das heißt kritisches einschläfern." Funktioniert bei mir nicht und an Fiktionen glaube ich nicht.

Meine Bücher nun sollen eine Zwiesprache zwischen meinen Lesern und mir als Autorin sein. Es ist eben wichtig was und wie man liest. "Einen kunstlosen, billig gemacht Roman zu lesen, ist eine Form des Tagträumens. Es gestattet keine produktive Reaktion, der Text wird geschluckt wie eine belanglose Fernsehsendung. Einen Roman von Balzac zum Beispiel, kann man dagegen produktiv und mit innerer Anteilnahme lesen." Ich habe Balzac als Jugendliche verschlungen. Es ist ein hoher Anspruch, den ich da habe und ich weiß, dass mich nur Leser mit dem gleichen Anspruch lesen. Aber weniger will ich nicht.

Doch auch hier kommt es auf die Art des Lesens an, die eine Frage der Erziehung ist. Es kommt nicht darauf an, die Hauptgedanken zu erfassen und wiedergeben zu können, sondern das Geschriebene infrage zu stellen, mit dem Autor ins Gespräch zu kommen, Widersprüche aufzuzeigen oder Themen aufzuzeigen, die vermieden wurden. Es geht darum zu spüren, ob ein Autor authentisch ist oder ein Schaumschläger. In Summe geht es also darum zu erkennen, dass selbst ein hochgelobtes Buch manchmal auch mehr oder weniger wertlos sein kann.

In diesem Sinne werde ich bleiben, wie ich bin und man darf sich auf viele interessante und produktive Bücher von mir freuen.







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