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Sonntag, 14. Oktober 2018

"Das Versprechen der Hugenottin" - Recherche- und Zeitreise nach Frankreich


Ich wollte an diesem Tag das Hugenottenmuseum in Mialet/Frankreich besuchen. Schon als ich mich näherte, hörte ich Gesang. Ich stieg aus meinem Auto und ging zu dem Platz vor dem Museum, denn von dort kam der Gesang. Dann traute ich meinen Augen nicht. Auf dem Platz waren viele Menschen versammelt. Drei verschiedene Chöre und eine Kanzel vervollständigten die Versammlung. Der Platz war in Stufen angelegt und mit Kastanienbäume bepflanzt. Ich war an einem seit Jahrhunderten altehrwürdigen Platz mitten in den Gottesdienst von Hugenotten geraten.
 
Ich war ergriffen und bekam Gänsehaut. Es ist ein ganz besonderes Erlebnis, zwei Stunden lang zwischen Himmel und Erde einem Gottesdienst zu lauschen. Alles war schlicht und einfach. Es gab keinen Pomp oder Prunk, dafür sehr viel Inhalt und man nahm mich, wie auch schon an den vorangegangenen Tagen an anderen Orten der Hugenotten ganz selbstverständlich in ihre Mitte auf. Ich traf wieder einmal auf sehr ehrliche und offene Menschen und war nur glücklich.

Ein paar Stunden später betrat ich das Museum. Ich war die erste Besucherin, die aus Österreich kam. Der Gang durch das Museum machte mich zum einen betroffen und traurig und zum Anderen glücklich. Näheres wird man dann in meinem neuen Roman lesen können. Doch dann ist etwas passiert, was ich mir nicht im Traum hätte vorstellen können. Ich stand vor einer Wand mit Namen von Hugenotten. Da sie in keinem Personenstandsregister mehr aufgenommen wurden, aufgrund ihrer Religion, ist es sehr schwer Dokumente oder Daten zu finden, die eine Ahnenforschung möglich machen. 

Doch ich sah mit großen Augen auf die Namen und Geburtsdaten zwei meiner Vorfahren. Der Eine wurde zweimal zu einer Galeerenstrafe verurteilt, da er nach der ersten Verbüßung seiner Strafe rückfällig geworden war und anschließend wurde er verbrannt. Der Andere, ein Mehrfach-Ur-Großvater mütterlicherseits war 11 Jahre auf einer Galeere und floh anschließend nach Zürich in die Schweiz. Ihm verdanke ich dann auch mein Leben. 


Kaum jemand kennt die Geschichte der Hugenotten und deren Werte- und Moralvorstellungen. Also werde ich mir jetzt alle Mühe geben, sie in einem Roman weiterzugeben, denn ihre Werte sind auch meine Werte und mit 57 Jahren kann ich nun endlich sagen: „Ich bin angekommen und glücklich darüber. Alles wonach ich immer gesucht habe ist plötzlich da. Mein Weg hat sich gelohnt.“

https://www.youtube.com/watch?v=7fS4yfeGM24 
 




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