Wollen Sie mehr wissen?

Wollen Sie mehr wissen?
Wollen Sie mehr wissen? Dann klicken Sie auf das Bild.

Sonntag, 22. Juli 2018

Vorsicht Autorin!

"..... es wäre nett mit Ihnen kurz über das Leben zu sprechen. Ich fühle, dass wir viele Themen gemeinsam haben. Ich habe jetzt viele neue Pläne im Kopf, neue Inspiration von interessanten Leuten, wie Ihnen, sind immer willkommen!" 

So oder so ähnlich treten viele Menschen an mich heran. Nicht nur wenn sie meine Bücher gelesen haben, sondern auch in meinem Alltagsleben. Ich höre gern zu, erzähle aus meinem Leben und dem Umgang mit schwierigen Situationen. Stets weise ich darauf hin, dass ich Autorin bin und natürlich all die Dinge, die ich aufnehme und erlebe, in meinen Büchern eventuell verarbeiten werde. Keiner hat damit ein Problem.

Selbst bei meinen Radtouren lerne ich auf dem Rad Menschen kennen. An einem Sonntagmorgen zum Beispiel, ich fuhr verträumt mit 25 kmh dahin, nehme ich aus den Augenwinkeln ein Rad neben mir wahr. Der Blick zur Seite bestätigte, ein Mann auf einem Rad fährt neben mir. Zunächst denke ich noch, der will mich überholen. Doch er überholt mich nicht, sondern bleibt stur an meiner Seite. Ich blicke stur geradeaus. Da höre ich: "Ich wünsche einen schönen guten Morgen." Ich schaue ihn an und erwidere: "Den wünsche ich auch. Kennen wir uns?" "Nein, aber ich würde Sie gern kennenlernen." Schluck. "Aber ich kenne Sie doch gar nicht." "Eben drum." Ein schönes Wortspiel. Kurz gesagt, wir fuhren die nächsten 50 km gemeinsam, landeten in einer Restauration an der Donau und verbrachten gemeinsam einige Stunden über das Leben debattierend. 

In einer Welt, in der es immer wieder nur noch um das Geld und den Konsum geht, sind gerade solche "zufälligen" Zusammentreffen, eine wahre Inspiration und Bereicherung für mich. Inzwischen hat sich eine Community um mich herum aufgebaut, die von Nehmen und Geben geprägt ist. An sozialen Schichten ist alles vertreten und wir haben uns tatsächlich etwas zu sagen. Eher eine Seltenheit heute. Viele reden ohne Unterlass, ohne jedoch tatsächlich etwas zu sagen. Manche reden auch über Dinge, von denen sie eigentlich nichts verstehen, aber Hauptsache sie sind wichtig. Andere wieder passen sich mit ihren Gesprächsthemen dem gegen über an und denken tatsächlich, niemand bemerkt es.

Genauso ist das auch mit meinen Büchern - ein Nehmen und Geben. In meiner Jugend habe ich viele Bücher gelesen, die mich geprägt haben. Darunter waren so namhafte Autoren wie Dostojewski, Tolstoi, Goethe, Balzac oder Walther von der Vogelweide. Große Vorbilder für mich. Auch ich bekomme von meinen Lesern oft ein solches Feedback zurück. Das macht mich stolz. Bücher schreiben macht nicht reich, aber durchaus glücklich. Ich bin immer authentisch geblieben und hatte/habe nicht den Anspruch von allen gelesen zu werden. Niemand muss meine Bücher lesen und schon gar nicht lieben. Doch die es tun, sind Menschen, die auch mich begeistern. Also ein Nehmen und Geben, wie ich es schätze.

Zum guten Schluss noch ein danke an meine Leser und die inspirierenden Feedbacks.  



 

Keine Kommentare:

Kommentar posten