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Freitag, 6. Juli 2018

Storytelling – mit Geschichten begeistern.....


Ich war mir am Anfang meiner Karriere gar nicht darüber im Klaren, dass ich ein guter Geschichtenerzähler bin und offenbar die Gabe habe, selbst die trockensten Fachinformationen in lebendige Geschichten zu verpacken. Ein gutes Storytelling bringt, nach meinen Erfahrungen, mehr als die Vermittlung von 1000 Fachinformationen. Jeder kann es lernen. Mir liegt es im Blut. Meine Kollegen und Seminarteilnehmer sind stets begeistert. 




Schon als Kind bin ich mit meiner Fantasie aufgefallen. Stellen Sie sich einmal vor Klein-Birgit, also ich, sitzt, so im Alter von 10 Jahren, vor dem Fernseher. Eine Stunde täglich war genehmigt. Es läuft „Bonanza“. Ich habe keine Folge verpasst und mein großer Held war Hoss. Gespannt schaue ich in das Gerät. Hoss reitet durch die Prärie, um einen Schurken zu fangen. Es ist ein wilder Ritt. Plötzlich, ohne das es mir bewusst ist, schreie ich laut: „Du musst schneller reiten. Er entkommt dir.“ Der Stuhl wird zum Pferd und ich reite wild, und voller Leidenschaft mit. Meine ganze Umgebung ist nicht mehr existent. Ich verschmelze mit dem Film und bin Teil von ihm. Dann zucke ich zusammen und ich bin raus aus dem Film. Hinter mir steht mein Vater und kann sich vor Lachen kaum noch halten. Ich verziehe das Gesicht. Der Spaß ist vorbei. Ab diesem Zeitpunkt habe ich stets darauf geachtet, dass ich nicht mehr gestört werde, schließlich müssen Schurken gefangen werden.


Diese Gabe hat mir offenbar auch beim Schreiben geholfen. Ich benötige keine Schreibprogramme oder Mind Maps. Mir reicht mein Kopf und Word. Meine Geschichten entstehen im Kopf. Sie haben einen Anfang, aber wie es weitergeht und wo es endet, dass weiß ich nie. Ich werde oft gefragt, woher meine Ideen kommen. Die Antwort ist einfach. Aus dem realen Leben, aus meinen Erfahrungen und Erlebnissen, die ich selbst gemacht habe oder an denen ich teilhaben durfte. Einige Menschen haben sich in meinen Büchern bereits wiedererkannt. Die Reaktionen darauf sind unterschiedlich. Die Einen sind begeistert und freuen sich, dass sie sich wiedererkannt haben und die Anderen hätten gern einen anderen Namen gehabt oder finden sich falsch dargestellt. Dabei ist es nur ein Buch. Es gibt aber auch die, die mich fragen, ob sie auch in einem Buch von mir vorkommen werden und ob sie das Buch dann haben können. Ja und dann gibt es noch die, die erschrocken vor mir zurückweichen, wenn sie hören, dass ich Autorin bin. Ich bin wie ein Schwamm, ich sauge Geschichten auf und zu einem späteren Zeitpunkt lasse ich sie wieder aus mir heraus. Meine Zuhörer ziehen meine Geschichten in den Bann und mir wird immer gesagt, dass sie etwas daraus mitnehmen. Selbst die Kleinsten sind begeistert und klatschen in die Hände mit dem Ruf: „Noch mal, noch mal….“

Wenn ich nach meinem Geheimnis gefragt werde, kann ich immer nur antworten: „Es gibt keines. Ich lebe mein Leben und meine Geschichten voller Hingabe und Leidenschaft. Der Funke springt offenbar über. Was will eine Autorin mehr, als mit Geschichten begeistern?“



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