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Mittwoch, 11. April 2018

Die Geburt eines Romans trotz Hindernis oder wie man eine Schreibblockade erfolgreich überwindet

Gähnende Leere in meinem Hirn und ein leeres Blatt in meinem Laptop. Ich finde keinen Textanfang für meinen neuen Roman. Da plötzlich ein Gedanke. Schnell wird er in den Laptop getippt. Was folgt? Wieder geht nichts weiter. Keine Ideen, keine Kreativität und keine Formulierungen sind in meinem Hirn zu finden. Ich versuche mich abzulenken, laufe im Zimmer hin und her und werde langsam nervös. Der Abgabetermin naht. Auch wenn ich meine Bücher selbst verlege, bemühe ich mich doch immer den selbst gewählten Termin zu halten. Doch mein Hirn ist leer gefegt. Was also tun?

Ich muss die Ursache finden. Zugegeben, ich mag mich mit dem Thema, obwohl selbst gewählt, nicht auseinandersetzen. Besser gesagt, nicht mehr auseinandersetzen. Es widert mich an. Doch da will etwas zu Papier gebracht werden. Ich bin lange genug mit dem Thema schwanger gegangen. Aber interessiert das Thema überhaupt jemanden? Die meisten Menschen haben Angst vor gesellschaftskritischen Themen, selbst wenn sie vom Thema betroffen sind. Ist es überhaupt richtig, den Finger auf die Wunde zu legen. Aber es reicht ja, dass es für mich richtig ist.

Ganz offenbar hat mich eine faustdicke Schreibblockade erwischt. Also Rückzug, Handy abstellen, keine Störung zulassen und volle Konzentration auf das Thema. Ich schließe die Augen und lasse den Gedanken freien Lauf. Da schießt ein Gedankenblitz durch meinen Kopf, ein Gespräch mit einem Freund kommt hinzu und mein Ziel steht klar vor mir. Ich beginne langsam zu schreiben und das Kopfkino beginnt zu laufen. Abwechselnd schlüpfe ich in jeden meiner Protagonisten und erlebe ihre Abenteuer. Das Schreiben geht mir inzwischen zügig von der Hand und die ersten zehn Seiten sind fertig. Ich habe mir eine Pause verdient.

Vom nächsten Tag an schreibe ich jeden Tag ein paar Seiten. Zur Einstimmung lese ich den bereits fertiggestellten Teil des Romans. Schon bin ich wieder mittendrin und es geht weiter. Manchmal führe ich Selbstgespräche und stelle das Geschriebene in Frage. Schließlich soll es in sich rund sein. Vierzehn Tage später steht die Grobfassung. Jetzt ist die Fertigstellung des Romans nicht mehr aufzuhalten.

Mein gesamtes soziales Umfeld weiß, dass ich nicht gestört werden möchte, wenn ich schreibe. Ein jeder hält sich an das Kontaktverbot. Sie wissen, ich kehre immer wieder aus dem Untergrund in ihre Arme zurück. Schließlich folgt nach jeder anspannenden Phase eine entspannende Phase. Die Geburtsstunde eines jeden Werkes aus meiner Feder ist immer etwas Besonderes und wird mit Spannung und sehr viel Ungeduld erwartet.

Möge es die Welt bereichern und den LeserIn begeistern! 


Professionelle Hilfe bei einer Schreibblockade kann man in Buchform hier finden: Schreibblockade erfolgreich überwinden