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Freitag, 26. Januar 2018

Magie liegt in der Luft......



Im Traum sehe ich sie sitzen, die Großmutter im Stuhl,
mit schloweißem Haar, vor ihrem Haus.
Das Haus, es sieht gar lustig aus.
Die Fenster geschlossen, doch die Tür ist halb offen.
Ein Kohlblatt als Tür? Was denkt ihr?
Eine Blüte als Dach, was hat sie sich dabei gedacht.
Es ist finstere Nacht. Doch hell scheint der Mond.
Es fliegen Elfen und Feen, um Sternenstaub zu säen.
Auf einem Pilz ein Wichtel sitzt.
Was er wohl leise zu ihr spricht?
Sanft schaukelt sie dabei hin und her
und ihre Stricknadeln klappern gar sehr.
Ich kann nichts verstehen. Was flüstern sie nur?
Mystisch schauen die beiden aus.
Magie umgibt sie, und ein leiser Hauch
von Melancholie liegt schwebend über den beiden.
Doch ich bleibe stumm.
Staunend sehe ich den beiden zu.
Finde dabei meine Ruh und mir fallen die Augen einfach zu.
Als ich erwache, steht ein Lächeln in meinem Gesicht.
Noch immer der Traum leis zu mir spricht.


© Birgit Wichmann; Wien
 

Dienstag, 23. Januar 2018

Obdachlos und nun?

Sehr ehrlich und sehr authentisch. Gut, wenn jemand den Mut hat, die Dinge beim Namen zu nennen. Dieses Buch zeigt aber auch die Lücken im System. Machtbesessene Behördenmitarbeiter und gefühlslose Jugendamtsmitarbeiter, die es leider auch heute noch gibt. Niemand interessiert sich wirklich für den Menschen, für das Kind. Niemand übernimmt die Verantwortung, auch Jahrzehnte später nicht. Ein Schweigegeld bestenfalls. Doch es gibt auch die Anderen, die die versuchen die Not ein wenig zu lindern, ungefragt und einfach so. Gelebte Menschlichkeit eben. Die Kindheit prägt, aber es ist selten die Kindheit allein. Es hängt davon ab, auf wen wir während unseres Lebens treffen und ob wir bereit sind, uns den Schatten der Vergangenheit zu stellen. Mutig ist der, der es tut. Es ist ein schmerzhafter Prozeß. Dabei hat jeder Mensch seinen eigenen Weg. Es gibt kein richtig oder falsch. Durch Zufall auf dieses Buch gestoßen bin ich froh, dass ich hingesehen und es gelesen habe. Für den Autor ist es ein Schritt auf seinem Weg und ich wünsche ihm, dass noch viele hin- und nicht wegsehen.



Sonntag, 14. Januar 2018

Lust auf Schnee?



Schnee in der Nacht

Es ist Nacht.
Ich bin aufgewacht.
Ein Blick aus dem Fenster.
Da rieselt doch Schnee.
Leis und versteckt.
Damit niemand wird geweckt.
Ich spring aus dem Bett.
Hinein in die Schuh
und raus aus dem Haus.
Ab in den Schnee.
Im fahlen Licht der Laterne,
glitzert der Schnee, wie tausend Sterne.
Ich lasse mich fallen.
Es tut gar nicht weh.
Arme und Beine im Rhythmus bewegt.
Schneeflocken fallen in mein Gesicht.
Leise lächle ich vor mich hin.
Da wird mir kalt.
Ich springe auf.
Schnell laufe ich nach Haus.
Kurz einen Blick noch zurück.
Ein Schneeengel,
allein in der Nacht
doch ohne Gesicht.
Meine Spur im Schnee.
Engel in der Nacht,
du hast mir Frieden gebracht.
© Birgit Wichmann, Wien