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Sonntag, 31. Dezember 2017

Das Jahr 2018 naht mit großen Schritten.....

Wir müssen nicht, wir dürfen nur,
Ich wünsche deshalb Leben pur,
Echt sein, wenig müssen,
und vor allem viel mehr küssen.
(© Monika Minder)

In diesem Sinn wünsche ich einen guten Start in das Jahr 2018! 


Sonntag, 24. Dezember 2017

Gesegnete Weihnachten....

Denkt euch, ich habe das Christkind gesehen!
Es kam aus dem Walde,
das Mützchen voll Schnee,
mit rotgefrorenem Näschen.
Die kleinen Hände taten ihm weh,
denn es trug einen Sack, der war gar schwer,
schleppte und polterte hinter ihm her.
Was drin war, möchtet ihr wissen?
Ihre Naseweise,ihr Schelmenpack –
denkt ihr, er wäre offen der Sack?
Zugebunden bis oben hin!
Doch war gewiss etwas Schönes drin!
Es roch so nach Äpfeln und Nüssen!

(Anna Richter)

Donnerstag, 30. November 2017

Adventkalender 2017


Gibt es etwas das mehr Spaß macht, als sich 24 Tage lang jeden Tag auf ein neues Türchen zu freuen? Nein, gibt es nicht. Und genau deshalb habe ich in diesem Jahr einen außergewöhnlichen Adventskalender für Groß und Klein, ohne Schokolade, zusammengestellt.

Er ist unter diesem Link zu finden. Viel Spaß damit!

http://www.advientos.com/destinatarios-publico.php?codigo=28108-9247

Sonntag, 26. November 2017

Besinnliches im Advent



Das Jahr neigt sich dem Ende zu und die Tage werden kürzer. Es ist Advent. Eine Zeit, die heute Raum lässt für Konsum und den Besuch von Weihnachtsmärkten. Wenig oder keine Zeit bleibt für die Stille und Besinnliches. Manchmal jedoch wird man mit Gewalt daran erinnert, welche Werte wirklich wichtig sind im Leben.

Die Plätzchen und der Lebkuchen liegen duftend in den Schachteln. Es bleibt noch Zeit für einen Spaziergang und so entschließt sich Emma, die letzten hellen Stunden des Tages auszunutzen. Sie greift nach Mantel, Schal und Mütze, verschließt die Tür und steht schon auf der Straße. Es weht ein eisiger Wind und Emma zieht den Schal etwas höher. Sie ist gerade einmal fünfzig Meter gelaufen, als sie vor sich auf dem Bürgersteig zwei ältere Damen stehen sieht. Eine der beiden zittert und ist sichtlich aufgeregt. Die andere versucht, sie zu beruhigen. Doch es gelingt ihr nicht. Emma nähert sich ihnen langsam, und als sie auf gleicher Höhe mit ihnen ist, fragt sie: „Brauchen Sie Hilfe?“ Eine der beiden antwortet ihr, dabei auf die ältere Dame neben ihr zeigend: „Gibt es hier in der Nähe eine Toilette? Wir haben ein Problem. Gerade waren wir schon im Blumenladen. Eigentlich wollen wir in die Kirche, aber bis dahin ist es noch weit.“ Emma überlegt kurz. „Nein. Hier in der Nähe gibt es keine öffentliche Toilette, kein Cafe und auch keinen Laden. Das Einzige, was ich Ihnen anbieten kann, ist meine Toilette. Ich wohne gleich da vorn.“ Die ältere Dame wird immer unruhiger. „Eigentlich können wir das nicht annehmen. Aber in Anbetracht der Umstände nehmen wir Ihre Hilfe dankbar an.“ 

Langsam gehen sie, zu dritt, auf das Haus zu. Emma öffnet die Tür und lässt die beiden älteren Damen herein. Sie weist der Einen den Weg zur Toilette. Der Anderen bietet sie einen Stuhl an. „Wissen Sie“, hebt die Dame da plötzlich an, „sie lebt in einem Pflegeheim. Ich begleite sie zur Kirche. Heute gab es Kraut im Heim.“ Emma antwortet: „Sie ist ein wenig nervös und dann auch noch das Kraut. Das kann schon mal passieren. Ich wäre auch für Hilfe dankbar, denn es kann ja jeden treffen.“  Da öffnet sich die Tür der Toilette und die ältere Dame kommt sichtlich erleichtert, aber immer noch sichtlich nervös heraus. Emma gibt ihr ein Handtuch und weist auf das Waschbecken im Bad. „Bitte, Sie können sich dort die Hände waschen.“ Dankbar greift die Dame nach dem Handtuch und geht in das Bad.

 „Wir fahren aber dann mit dem Taxi heim“, beginnt die auf dem Stuhl sitzende Dame nun erneut. Da dreht sich die andere ältere Dame leicht erbost um: „Nein. Wir fahren zur Kirche. Ich kneife nicht.“ Emma hört ein Seufzen. „Soll ich Ihnen ein Taxi rufen?“, fragt sie dann. Aus dem Bad hört sie ein „JA“. Emma greift zum Telefon und bestellt ein Taxi. 

Da kommt die Dame auch schon aus dem Bad und direkt auf sie zu. „Wissen Sie, ich war oft mit meinem Mann in dieser Kirche. Jetzt ist er seit zwei Jahren tot und ich bin allein, aber ich bin dankbar für die gemeinsame Zeit mit ihm. Als er starb, war niemand wirklich für mich da. Heute denkt jeder nur an sich. Ich bin Ihnen  für die Hilfe wirklich sehr dankbar. Wer tut das heute denn noch – helfen?“ Sie nestelt an ihrer Geldbörse und holt zehn Euro heraus. Emma wehrt ab. „Das ist doch selbstverständlich. Stecken Sie das bitte wieder ein.“ Doch die alte Dame geht in ihr Wohnzimmer und legt den Zehn-Euro-Schein auf den Tisch. „Tun Sie Gutes damit.“ Emma nickt. Sie wirkt nachdenklich. ‚Stimmt. Früher gab es den Ablaßhandel und heute kaufen sich viele Menschen ihr Gewissen damit frei, dass sie einmal im Jahr spenden.‘ Dann steht die alte Dame wieder vor ihr. „Darf ich Ihnen die Hand reichen.“ Emma nickt erneut. Sie hat einen Kloß im Hals. Da hört sie: „Klara es reicht jetzt. Wir müssen gehen.“ Doch die alte Dame kümmert es nicht. Emma ist unmerklich zusammengezuckt. ‚Klara‘ Die alte Dame namens Klara nimmt ihre Hand und schaut ihr dabei fest in die Augen. „Menschen wie Sie gibt es wenige, aber ich habe Ihnen angesehen, dass Sie ein guter Mensch sind. Danke.“ Emma macht eine abwehrende Handbewegung. „Danke. Darf ich Sie etwas fragen?“ „Ja, natürlich.“ „Heißen Sie wirklich Klara?“ „Ja.“ Plötzlich rollen Emma Tränen über das Gesicht. Leise antwortet sie: „Klara war meine Großmutter.“ Dann gibt sie sich einen Ruck und geleitet die Damen hinaus.

Vor dem Haus steht bereits das Taxi. Als es davonfährt, winkt ihr die alte Dame noch einmal zu. Die zehn Euro erhält die Organisation Ärzte ohne Grenzen. Ein Lächeln spielt um Emma’s Mund als sie sich erneut aufmacht um spazieren zu gehen.


Sonntag, 19. November 2017

Advent



Warten auf Advent

In der Küche riecht es lecker, nein nicht so wie beim Zuckerbäcker.
Düfte ziehen durch den Raum. Wohlgeruch, man glaubt es kaum.
Schwups, da kommt auch schon geschwind ein Kind.
Schnuppernd hält es in die Luft die Nase. Woher kommt der süße Duft?
Vor dem Ofen bleibt es stehen, um staunend nun hineinzusehen.
Weihnachtsbäckerei im Rohr?
Hm wie lecker, zugreifen und weg, denkt es da keck.
Vorsichtig schaut es sich um. Niemand da. Eine Gelegenheit, für wahr.
Schon will es nach den Keksen greifen.
Verdammt, die kleine Hand wird festgehalten.
Da hilft kein ziehen und kein zerren.
„Aufgepasst schnell hast Du Dich verbrannt. Ein wenig musst Du schon noch warten.“
Nur das Warten fällt gar schwer, ungeduldig hüpft das Kind nun hin und her.
„Wann sind sie fertig? Wann kann ich endlich essen?“
„Mein Kind, du musst geduldig sein und warten.
 Die Zierde fehlt und es ist noch nicht Advent.“
Mit traurigen Augen steht das Kind nun da. Weihnachtskekse sind doch wunderbar.
„Warum darf ich sie nicht jetzt schon essen? Es dauert noch so lang. Da wird mir doch ganz bang.“
Doch plötzlich, unerwartet und geschwind kommt hinterm Rücken nun hervor, ein Weihnachtskeks, noch ganz ohne Dekor.  Dem Kinde ist das Einerlei. In den Augen nun ein Strahlen, greift es zu geschwind und schon ist es um die Ecke verschwunden, schnell wie der Wind.
  Der Weihnachtskeks, er ist nun fort, verspeist wird er an einem anderen Ort.

© Birgit Wichmann im November 2017